Ghostwriter


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William Shakespeare und die Marlow-Theorie

Ghostwriting haftet etwas Mysteriöses an. Dennoch handelt es sich um ein traditionsreiches und legales Handwerk, das in vielen Bereichen der Literatur und Texterstellung zum Einsatz kommt.

Spätestens seit dem Jahr 2000 wissen wir, dass der berühmteste Schriftsteller und Dichter der im zweiten Jahrtausend nach Christus gelebt hat, William Shakespeare (1564-1616) war. Der junge Mann auf dem Bild ist jedoch nicht William Shakespeare, sondern Christopher Marlow (1564–1593 oder bis 1626 oder später) ein Dichter und Zeitgenosse Shakespeares.

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Die Marlow-Theorie besagt, dass Marlowe „Identität und Namen dauerhaft aufgab“, um in seinem „zweiten“ Leben unter vielen Pseudonymen, einschließlich des in Stratford-upon-Avon nachgewiesenen William Shakespeare, zu schreiben.

Stimmt die Theorie, hätte selbst Shakespeare einen Ghostwriter gehabt. Aus Sicht von Marlow hätte dieser seine Werke unter Pseudonym veröffentlicht und sich dabei einer lebenden Person bedient. Dies ist eine Frage der Betrachtungsweise.

Sei dies, wie es sei …

Ghostwriting als Handwerk

Nachweislich entstammen viele der Abenteuerromane von Alexandre Dumas (1802-1870) fremder Feder. Unter anderem schrieb er Romane, wie “Die drei Musketiere”. Dumas hat als einer der Ersten das Handwerk des Ghostwriters bis zur industriellen Reife perfektioniert und mehrere Ghostwriter für sich schreiben lassen.

Der Autor sieht, von den hier genannten und vergleichbaren Beispielen abgesehen, Ghostwriting nicht als Kunst, sondern als handwerklichen Prozess an, bei dem es aber erhebliche Qualitätsunterschiede gibt.

Ein Ghostwriter ist aus dieser Sicht ein Schreibprofi, der über Ausbildung, Erfahrung und Zeit verfügt, um komplexe Fragen und Themen zu bearbeiten. Nehmen Sie diesen Dienst in Anspruch, so entsteht für Sie in jedem Fall ein proprietärer Text, der auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, eine hohe Informationsdichte aufweist und formal korrekt gestaltet ist.

Oft sind Kunden über die Ideen überrascht, die der Ghost aufgrund seines Erfahrungshintergrundes einfließen lässt. Solche Ideen werten Ihren Text auf, ergänzen Ihre Entwürfe und machen sie abgabereif.

Andrew Crafts, einer der bekanntesten, zeitgenössischen Ghostwriter schreibt: “Wenn ich Autodesigner wäre und für Ford ein vollkommen neues Design kreieren würde, wäre ich nicht gekränkt, wenn auf dem Auto der Name Ford statt meines eigenen steht.” Er spricht damit eine der wichtigsten Eigenschaften an, über die ein Ghost verfügen sollte.

Der Lohn des Ghosts ist nicht der Ruhm, sondern das Honorar.